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Hallo ihr Lieben,

heute war es einmal wieder soweit, ich habe dem benachbarten Hofladen Nähe Kirchseeon einen Besuch abgestattet. Mit 3kg Rohmilchbutter und einem Honig in Rohkostqualität habe ich glücklich den Laden verlassen. Ihr fragt euch jetzt sicher, wieso ich so viel Butter benötige und was es überhaupt mit Rohmilchbutter auf sich hat? Darauf gestoßen bin ich durch das Buch „Befreite Ernährung“ von Christian Opitz und durch viele Gespräche mit ihm im Zuge meiner Ausbildung.

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Was ist Rohmilchbutter?

Rohmilchbutter ist, wie der Name schon sagt, eine Butter, die aus Rohmilch, d.h. nicht erhitzter/ pasteurisierter Milch hergestellt wurde. Oftmals läuft diese Butter auch unter dem Namen „Bauernbutter“. Rohmilchbutter ist eine der wertvollsten Fettquellen für uns. Da die Milch in ihrer ursprünglichen Qualität bestehen bleibt, bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe, wie z.B. Vitamine und besonders auch die fettspaltenden Enzyme erhalten. Wird Milch jedoch vor der Verarbeitung zu Butter erhitzt, so werden auch ihre wertvollen Enzyme zerstört. Somit tut sich unser Körper um ein vielfaches schwerer, das Fett richtig aufzuspalten und zu verwerten. Das ist auch der Grund wieso erhitztes Fett in zu großen Mengen zu Übergewicht führen kann. Gewichtsprobleme sind also nicht wie so häufig angenommen, Fetten generell verschuldet, sondern denaturierten, industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln: Erhitzte Fette, Industriezucker, Auszugsmehle.

Forschungen von Weston Price

Der Zahnarzt Weston Price hat in den 1920er Jahren sehr entscheidende Erkenntnisse gewonnen. Er stellte fest, dass mit Einführung von industriell verarbeiteten, stark erhitzten und denaturierten Lebensmittel ebenfalls die Knochen und Zähne seiner Patienten degenerierten. Zahnfäule und verformte Zahnbögen waren Ergebnis der neuartigen Ernährung, wie er später in zahlreichen Studien an gesunden Völkern der ganzen Welt nachwies. Zwischen 1920 und 1930 bereiste er unter damals erschwerten Bedingungen die kraftvollsten, gesündesten Völker unserer Erde: Eskimos, Völker im Südpazifik, afrikanische Stämme, Bergbauern in der Schweiz… Er fand Völker, von denen ein Teil bei der alten naturbelassenen Nahrung geblieben war, ein anderer Teil auf denaturierte Nahrung umgestiegen war. Seine gewissenhaften Forschungsergebnisse zeigen bis heute, wie stark sich Nahrung auf unsere Gesundheit und Lebensqualität auswirkt. Völker mit naturbelassener Nahrung kannten so gut wie kein Karies (<1%). Bereits nach wenigen Jahren mit industriell verarbeiteten Lebensmittel lag der Anteil bei 30-40%. Auch fand er heraus, dass Angina Pectoris nur in Zusammenhang mit Karies auftrat. Insgesamt verliefen Krankheiten  bei ursprünglicher Ernährung sehr mild und ohne negative Folgen. Zogen Teile der Bevölkerung in die Städte und stiegen auf die zivilisierte Ernährung um, so zeigten sich bereits in der nächsten Generation, d.h. bei deren Kindern, denaturierte Zähne, Kiefer und Gesichtsformen.

Gesunde Völker essen reichlich rohe gesättigte Fette

Alle gesunden Völker, die Weston Price besuchte, liebten fettreiche Nahrung. Die Schweizer Bergbauern bestrichen ihre Brote fingerdick mit Rohmilchbutter. Die Völker im Südpazifik ernährten sich zu 40-60% von Kokosnüssen und dem rohen Fett der Kokosnüsse. Erst als erhitzte Fette in die Nahrung kam, kam es zu den heute vorherrschenden Zivilisationskrankheiten, wie Übergewicht und Herzkreislauferkrankungen.

Interessant ist, dass keines der Völker flüssige Pflanzenöle konsumierte, die heutzutage von unserer Lebensmittelindustrie aufgrund der großen Menge an ungesättigten Fettsäuren als besonders gesund und wertvoll beworben werden. Koksöl besteht zu 90% aus gesättigten Fettsäuren. Ebenso beliebt waren Rohmilchbutter, rohe Eier und roher Fisch, die ebenso aus einem großen Anteil gesättigter Fette bestehen.

Gesundheitsfaktoren in der Rohmilchbutter

Weston Price fand heraus, dass Rohmilchbutter von grasfressenden Kühen einen Enzymkomplex enthält, der eine besondere heilende Wirkung auf Gehirn und Nervensystem hat. Später wurde ein weiteres Enzym entdeckt, der Wulzen-Faktor, der eine stark generative Wirkung bei Entzündungen im Körper hat. Nur grasfressende Kühe bilden im Milchfett die entzündungshemmenden Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, die bei silogefütterten Kühen fast komplett fehlt. Bei natürlicher Tierhaltung ähnelt das Verhältnis von ungesättigten und gesättigten Fettsäuren der Rohmilchbutter von grasfressenden Tieren dem von Muttermilch.

Rohe gesättigte Fette für optimale Wasserversorgung unserer Zellen

In den über 10 Jahren der Ernährungsforschung von Christian Opitz mit rohen gesättigten Fetten, stellte sich ein erstaunliches Phänomen ein: die Körperzellen wurden viel besser hydriert, die Schleimhäute fühlten sich feuchter an und Durst wurde tatsächlich gestillt, wie es nur mit Wasser und üblicher Ernährung niemals möglich war. Christian Opitz hat in zahlreichen Fällen erlebt, wie das Durstgefühl zurück kehrte, wenn ungesättigte Fette wieder verstärkt in die Nahrung aufgenommen wurden. Ist unser Körper erst einmal an die gesundheitlichen Vorteile der rohen gesättigten Fette gewöhnt, so verlangt unser Körper ganz von alleine danach.

Rohe gesättigte Fette für Entgiftung

Rohe gesättigte Fette (Rohmilchbutter, rohes Kokosöl/Kokosmus) haben einen weiteren Vorteil: sie helfen uns dabei, belastende Schwermetalle (z.B. durch Impfungen, verunreinigtes Leitungswasser, Fischkonsum etc.) aus dem Körper auszuleiten. Entgiftungen verlaufen auf diese Weise ohne die so häufig beschriebenen Entgiftungsanzeichen bei anderen Entgiftungskuren ohne rohe gesättigte Fette. Wer von euch starkes Bedürfnis nach Rohmilchbutter oder rohem Koksöl hat, darf diesem daher ruhig so lange und auch in großen Mengen nachgehen, bis der Körper zur Ruhe kommt.

Rohmilchbutter als Energiequelle

Der Taoismus hat mich viel über Lebensenergie gelehrt. Ich kultiviere regelmäßig Lebensenergie in mir, indem ich kraftvolle taoistische Körperübungen praktiziere. Ein echtes Juwel, welches Christian Opitz von alten taoistischen Lehrern aus China mitgebracht hat. Durch diese Übungen wird Jing im Körper neu aufgebaut. Daraus wiederum bildet sich Qi (auch Prana) heraus – die Lebensenergie, die in unseren Meridianen fließt. Nehmen wir nur rein pflanzliche Nahrung zu uns, so fehlt uns über kurz oder lang dichte Lebensenergie im Körper. Rohmilchbutter ist ein sehr starker Jing-Lieferant und versorgt unseren Körper mit dichter kraftvoller Energie. Ich plädiere nicht für Fleischkonsum, jedoch gibt es zahlreiche Beispiele von Christian Opitz, weshalb uns auch eine ausschließlich pflanzliche Ernährung nicht dauerhaft gesund und kraftvoll erhält. Spätestens in der nächsten Generation zeigen die Kinder von vegan lebenden Menschen deutliche Spuren mit einem schwachen Level an Lebensenergie und Körperstruktur.

Der Körperintuition vertrauen

Ich kann nur von Herzen empfehlen, einmal in den Genuß von Rohmilchbutter zu kommen und die wohltuende stärkende Wirkung auf unseren Körper zu erleben. Rohmilchbutter findet ihr häufig in Hofläden in etwas ländlicheren Gebieten. Auch das Käfer-Feinkosthaus verkauft eine Rohmilchbutter aus Frankreich – auch zu beziehen über Feiner-Käse.de. Auch die Tagwerk Bioläden bestellen Rohmilchbutter auf Nachfrage.

Probiert es aus, es lohnt sich! Gerade jetzt zu Beginn der Wintermonate, wenn unser Körper so viel mehr gefordert ist als im Sommer. Ich und auch mein Hund sind verrückt nach Rohmilchbutter. Da schwindet meistens 1/2 bis 1 Stück Butter am Tag!

Ich bin gespannt auf eure Eindrücke.
In meinem Beitrag „Smoothie-Woche“ findet ihr außerdem Lubri-Smoothies, die Rohmilchbutter enthalten.

Bis bald, Eure Teresa

 

Literaturquelle: Befreite Ernährung, Christian Opitz